Am 5. März wurde das neue Qualifizierungskonzept „KoGat – Kompetent im Ganztag“ veröffentlicht. Es bietet praxisnahe und didaktisch fundierte Orientierung, um angesichts des ab 2026 geltenden Rechtsanspruchs die pädagogische Qualität in der ganztägigen Bildung und Betreuung zu erhöhen. Das Curriculum richtet sich gezielt an Mitarbeitende ohne formale pädagogische Ausbildung, die einen unverzichtbaren Beitrag im Ganztag leisten.
Professionalität von Quereinsteigenden stärken
Ziel ist es, die pädagogische Haltung der Teilnehmenden zu stärken und ihnen die notwendigen Basiskompetenzen für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter zu vermitteln. Die Qualifizierung ist als tätigkeitsbegleitendes Angebot konzipiert, das Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt. Die Qualifizierung erstreckt sich über insgesamt 300 Zeitstunden und umfasst Basis- und Aufbaumodule sowie ein Wahlmodul. Ein Teil der 300 Zeitstunden soll tätigkeitsbegleitend innerhalb der Einrichtung stattfinden und dort für Praxisaufgaben und Portfolioarbeit genutzt werden. Die Qualifizierung kann über 12 bis zu 18 Monaten laufen. Sie ersetzt keine pädagogische Ausbildung, sondern soll Absolventinnen und Absolventen dazu ermutigen, sich in diese Richtung weiterzubilden oder eine Fachkraftausbildung anzustreben.
Wissenschaftlich fundierte Kooperation
Das Curriculum wurde zwischen März 2024 und Oktober 2025 in einem partizipativen Prozess entwickelt. Beteiligt waren das Institut für Soziale Arbeit e. V. (ISA), die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen und das Sozialwerk für Bildung und Jugend (SBJ). Unterstützt wurden sie durch einen Beirat von Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Ganztagsförderung. Das fertige Konzept steht nun bundesweit kostenlos zur Verfügung.